Im Altpapier sind in steigendem Maße auch Kunststoff-Abfälle enthalten. Unerwünscht, aber zu schade für die schlichte Entsorgung, finden wir. Deshalb haben wir 2018 eine Rejektaufbereitungs-Anlage in Betrieb genommen, die diese Abfälle zu Brennstoff-Pellets verarbeitet. Sie können in der Industrie Regelbrennstoffe wie Erdgas ersetzen und so noch CO2 sparen.
Der überwiegende Teil unserer Produkte wird aus 100 Prozent Altpapier hergestellt, bei einigen Sorten setzen wir aus technischen Gründen ergänzend zu diesem Rohmaterial Zellstoff aus nachhaltiger Forstwirtschaft ein. Fasern im Altpapier lassen sich sehr häufig wiederverwenden, so dass durch Aufbereitung und Recycling ein umweltschonender Kreislauf entsteht.
Auch die Herstellung von Papier und Karton aus Altpapier ist energieintensiv, wenn auch deutlich weniger als bei Produkten aus Frischfaser. Wir nutzen modernste Technik, um mit unserem derzeitigen Energieträger Erdgas so effizient wie möglich umzugehen. Unser eigenes Kraftwerk kann bis zu 92 Prozent dieser Energie in Strom und Dampf umwandeln. Effiziente Technik lässt uns darüber hinaus zum Beispiel die Kälte und die Abwärme in Wasser und Luft mehrfach nutzen, ebenso erzeugen wir eigenes Biogas.
Wasser benötigen wir bei der Herstellung von Papier und Karton vor allem, um festes Altpapier aufzulösen, zu reinigen, die Fasern zu transportieren und aus ihnen eine neue Papierbahn zu bilden. Dabei nutzen wir ein und dasselbe Wasser in verschiedenen Kreisläufen dutzende Male. Schließlich reinigen wir das Wasser, bis es so sauber ist, dass wir es in die Nordsee einleiten dürfen. Durch Verdunstung und Niederschlag gelangt es so wieder in den Kreislauf.